Vorwort

„Found Places“ - das sind Orte, die Geschichte vermitteln. Interessante und spannende Erzählungen gibt es über viele Plätze und zahlreiche davon finden sich vor der eigenen Haustür. Früher waren es vor allem Lehrer und Pastoren, die sich mit der Heimatgeschichte ...


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Richtweg bei Lachendorf

Wer in Lachendorf schon einmal Heidelbeeren auf der Waldplantage gekauft hat, wird sich dabei sicherlich nicht gedacht haben sich direkt neben der Umgehungsstraße von Celle zu befinden. Auch dem aufmerksamsten Naturfreund der beim Pilzesammeln in den Wäldern westlich von Lachendorf war, kann nicht ahnen, welches rege Verkehrsaufkommen sich einst dort bewegt hat...

Die Sprache

Kaum eine Gegend im Landkreis Celle ist so von Mythen umrankt wie das Waldgebiet „die Sprache“ zwischen Lachtehausen und Beedenbostel. Schon ihr Name ist besonders - woher er kommt - das ist bislang ungeklärt. In diesem Beitrag werden ...

Sprache/Grenzen/Gauen

In der Tat scheint die Sprache einst eine Rolle bei der Grenzziehung gespielt zu haben. Noch nachdem Karl der Große um 803 die Sachsenstämme mit dem Schwert zum Christentum zwang, existierten die alten Gaugrenzen fort. Diese dienten einst, um die Stammesgebiete zu unterteilen und...

Der Alte Exerzier-Platz bei Lachendorf

Ein Relikt aus militärhistorischer Zeit verschwindet im Wald zwischen Lachendorf und Oppershausen. Fährt man die L 311 von Lachendorf nach Oppershausen fällt schnell das neue Lachendorfer Gymnasium zur Linken auf. Auch der Segelflugplatz des Hannoverschen AERO Clubs bei Oppershausen hebt sich deutlich von der Landschaft ab. Die ausgedehnten Kiefernwälder scheinen für uns schon seit Jahrhunderten ihren Platz zwischen den beiden Ortschaften gefunden zu haben. Die älteren Dorfbewohner werden...

Die Dorfbewohner früher

Um die Entstehung der Dörfer im Landkreis Celle zu verstehen kommt man nicht umhin einige Begrifflichkeit zu klären, die aus dem heutigen Sprachgebrauch entschwunden sind. Oft liest und hört man etwas von „Meiern“ und „Köthnern“ - aber was hat es mit diesen Bezeichnungen auf sich? Die Dorfbewohner bildeten früher die...

Die weiße Frau aus der Sprache (Legende)

Viele, die im Landkreis Celle wohnen, haben schon von dieser Geschichte gehört. Wie bei jeder anderen Geistergeschichte gibt es diejenigen, die vehement widersprechen und die anderen, die der Geschichte etwas abgewinnen - ja, sie sogar für "wahr" halten.

Zunächst einmal muss man sich den Sachverhalt verdeutlichen: es existieren mehrere Geschichten um die weiße Frau. Ihnen ist eins gemeinsam: sie handeln alle vom Waldgebiet "Sprache", welches sich links und rechts der L 282 zwischen Lachtehausen und dem Heideeck erstreckt.

Bild: Die "Sprache" zwischen Lachtehausen, Gockenholz und Lachendorf. 

Quelle: Google Earth. 

 

Grün: Waldgebiet "Sprache"

Rot: Landstraße 282

Blau: Lachte (Fluss)

Gelb: "Blaue Brücke"

Mehrere Geschichten

Wenn man auf der L 282 um Mitternacht mit dem PKW unterwegs ist, kann einem die "weiße Frau" erscheinen. Sie steht neben, oder auf der Fahrbahn. In der ersten Version will sie davor warnen, dass man zu schnell oder zu unvorsichtig fährt. In der zweiten Version will sie den Tod des Fahrer herbeiführen.

Hinsichtlich der Entstehung gibt es unterschiedliche Thesen:

Eine Frau hatte mit ihren beiden Kindern eine Autopanne an der blauen Brücke und wartete auf Hilfe, als ein Fremder anhielt, vorgab zu helfen und die drei anschließend umbrachte. Niemand hielt an, um zu helfen - daher will sich der "Geist" rächen.

Eine Frau starb bei einem Autounfall und nun wandert ihr Geist an der "Blauen Brücke" umher.

Laut einer Version läuft das ganze wie folgt ab:

Das eigene Auto wird plötzlich langsamer und kommt in der Nähe der Blauen Brücke zum Stehen (gegen Mitternacht). Eine weiß gekleidete Frau reicht einem zwei Schlüssel zur Wahl. Wählt man den falschen stirbt man an einem Autounfall.

In einer anderen Version steht der Geist unvermittelt auf/neben der Straße. Fahrer die versuchen auszuweichen, verlieren oft die Kontrolle über das eigene Fahrzeug.

Zeugenberichte

Wie eingangs bereits angedeutet sehen einige nur eine sogenannte „Urban Legend“ in der Geschichte. Andere stützen sich auf die zahlreichen Zeugenberichte, derjenigen die der weißen Frau persönlich begegnet sein wollen.

Zahlreiche Foren im Internet berichten über die Legende (z.B. „Spuk-Welten: Weiße Frau).

In den Foren findet sich beispielsweise ein Bericht, in dem eine Frau schildert, wie sie mit Freunden auf der Fahrt von Lachendorf nach Lachtehausen auf einen Autounfall zugekommen sei. Der verletzte Fahrer hat berichtet, er sei einer Frau auf der Straße ausgewichen.

Ein anderer Augenzeuge gab an er habe die weiße Frau am Straßenrand gesehen und sein Tempo daraufhin drastisch verlangsamt. Nur diesem Umstand sei es zu verdanken gewesen, dass sich seine, schlecht gesicherte Ladung auf dem Dach nicht gelöst habe. Im sei ein schwerer Unfall erspart geblieben.

Allen Zeugenberichten ist gemeinsam, dass sie eine weiß gekleidete Frauengestalt an der L 282 beschreiben. Einige Berichte sind formell stark ausgeschmückt.