Vorwort

„Found Places“ - das sind Orte, die Geschichte vermitteln. Interessante und spannende Erzählungen gibt es über viele Plätze und zahlreiche davon finden sich vor der eigenen Haustür. Früher waren es vor allem Lehrer und Pastoren, die sich mit der Heimatgeschichte ...


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Richtweg bei Lachendorf

Wer in Lachendorf schon einmal Heidelbeeren auf der Waldplantage gekauft hat, wird sich dabei sicherlich nicht gedacht haben sich direkt neben der Umgehungsstraße von Celle zu befinden. Auch dem aufmerksamsten Naturfreund der beim Pilzesammeln in den Wäldern westlich von Lachendorf war, kann nicht ahnen, welches rege Verkehrsaufkommen sich einst dort bewegt hat...

Die wieße Frau aus der Sprache

Viele, die im Landkreis Celle wohnen, haben schon von dieser Geschichte gehört. Wie bei jeder anderen Geistergeschichte gibt es diejenigen, die vehement widersprechen und die anderen, die der Geschichte etwas abgewinnen - ja, sie sogar für "wahr" halten.

Zunächst einmal...

 

 

Die Sprache

Kaum eine Gegend im Landkreis Celle ist so von Mythen umrankt wie das Waldgebiet „die Sprache“ zwischen Lachtehausen und Beedenbostel. Schon ihr Name ist besonders - woher er kommt - das ist bislang ungeklärt. In diesem Beitrag werden ...

Der Alte Exerzier-Platz bei Lachendorf

Ein Relikt aus militärhistorischer Zeit verschwindet im Wald zwischen Lachendorf und Oppershausen. Fährt man die L 311 von Lachendorf nach Oppershausen fällt schnell das neue Lachendorfer Gymnasium zur Linken auf. Auch der Segelflugplatz des Hannoverschen AERO Clubs bei Oppershausen hebt sich deutlich von der Landschaft ab. Die ausgedehnten Kiefernwälder scheinen für uns schon seit Jahrhunderten ihren Platz zwischen den beiden Ortschaften gefunden zu haben. Die älteren Dorfbewohner werden...

Die Dorfbewohner früher

Um die Entstehung der Dörfer im Landkreis Celle zu verstehen kommt man nicht umhin einige Begrifflichkeit zu klären, die aus dem heutigen Sprachgebrauch entschwunden sind. Oft liest und hört man etwas von „Meiern“ und „Köthnern“ - aber was hat es mit diesen Bezeichnungen auf sich? Die Dorfbewohner bildeten früher die...

Was hatte es mit den Gauen auf sich?

In der Tat scheint die Sprache einst eine Rolle bei der Grenzziehung gespielt zu haben. Noch nachdem Karl der Große um 803 die Sachsenstämme mit dem Schwert zum Christentum zwang, existierten die alten Gaugrenzen fort. Diese dienten einst, um die Stammesgebiete zu unterteilen und waren sozusagen Verwaltungsbezirke in denen der jeweilige Stammesfürst seine Macht ausübte. Es kann nicht genau beziffert werden wie alt diese alten Gaue waren - vermutlich reicht ihre Existenz allerdings weit in die Geschichte zurück.  

Celle gehörte einst zum Gau Flotwedel (= Flutwidde), welches sich heute noch als Namen für die politische Samtgemeinde Flotwedel erhalten hat. Früher war dieser Gau allerdings um einiges größer. Celle befand sich in einem Untergau des Flotwedel - dem sogenannten „Mulbeki“ oder auch „Mulbeze“. Die Aller trennte den Gau Flotwdel bei Celle vom sogenannten Lohengau, bzw. dem Muthwidi (=“Schutzwald“). Weiter östlich schloss sich der Gretingau („Gred“ = Weide) an.

Eine nachfolgende Karte zeigt die einstige geografische Lage der drei Gaue.

 

 

Der einzige Treffpunkt der drei alten sächsischen Gaue war ein Ort im Norden der Sprache - hier trafen Lohengau, Flotwedel und Gretingau zusammen. In diesem Bereich befindet sich die sogenannte "Hohe Warte". Die alten Gaugrenzen stimmten regelmäßig mit den späteren Grenzen der kirchlichen Diözesen überein. So finden sich die Grenzen der alten Gaue in den Grenzbeschreibungen der späteren Diözesen wieder. 

Die "Hohe Warte" wäre ein möglicher Punkt, der für das Zusammentreffen der alten Gaugrenzen geeignet scheint. Hier befinden sich einige höher gelegene Dünenhügel, die bereits vor hunderten Jahren existiert haben müssen. Clemens Cassel gibt in seiner geschichtlichen Betrachtung Celles das Jahr 1447 als erste Erwähnung an - leider ohne eine Quelle zu benennen. Ob die Hohe Warte der einstige Treffpunkt der Gaugrenzen war, bleibt dahingestellt. Vieles spricht dafür, dass hier eine traditionelle Grenze verlief, denn Grenzen wurden früher über lange Zeit beibehalten.

Noch heute finden sich in dieser Gegend zahlreiche alte Grenzsteine, welche die Forstgrenzen markieren. Natürlich sind diese Steine neuzeitlicher Herkunft - jedoch wurden Grenzen nicht selten seit jeher beibehalten.